Intravenöse Regionalanästhesie (Betäubung des Armes und der Hand)

 

 

Intravenöse Regionalanästhesie (Betäubung des Armes und der Hand)

Bei Operationen an der Hand bis in Höhe des Ellenbogens bietet sich als elegantes Verfahren zur Betäubung dieses Bereichs die so genannte intravenöse Regionalanästhesie an.
Hierfür legt man an der betroffenen zu operierenden Hand oder am Unterarm eine Venenverweilkanüle.
Danach wird die Hand und der Unterarm, in der Regel bis in Höhe des Ellenbogen, mit einer Gummimanschette stramm ausgewickelt, damit dieser Bereich möglichst blutleer ist.
Um den Oberarm derselben Seite wird parallel eine so genannte Doppelkammermanschette gewickelt, die recht stark aufgepumpt wird, um zu verhindern, das Blut wieder in den betroffenen Arm strömen kann. Dieser Vorgang wird von manchen Patienten als etwas unangenehm empfunden, bis zu einer Stunde aber lässt sich der Druck am Oberarm gut aushalten.
Nun werden ca. 40-50 ml eines Lokalanästhetikums in die Venenverweilkanüle gespritzt. Dieses Betäubungsmittel verteilt sich im Gewebe der Hand und des Unterarms und betäubt diesen Bereich sehr zuverlässig.
Die Betäubung lässt sich beliebig lange aufrechterhalten. Nach dem Beenden der Operation wird der Druck der Oberarmmanschette abgelassen und nach ca. 10 min klingt die Betäubung der Hand und des Unterarmes wieder ab.

 
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